Buch oder Ebook?

Wie bereits erwähnt, ist es eine Frage des persönlichen Geschmacks. Der eine mag das Gefühl eines Buches in der Hand, der andere hat seine gesammelten Werke lieber in elektronischer Form immer und überall dabei. Ein gut sortiertes Bücherregal im Wohnzimmer macht mehr her, als ein einsamer Kindle auf dem Nachttisch.
Ich habe mit Gedanken über die Vor- und Nachteile beider Varianten gemacht. Falls ihr Anmerkungen dazu habt oder die Liste gerne noch ergänzen möchtet, freue ich mich jederzeit über eine Email.
Der Preis
Ein Ebook-Reader kostet zwar kein Vermögen, trotzdem sollte die Anschaffung gut überlegt werden, um sich später nicht über seinen „Spontankauf“ zu ärgern. Dafür sind viele Ebooks aber auch bedeutend billiger. Liest man relativ viel, hat man den Betrag für das Ebook in kurzer Zeit wieder drin.Ein Rechenbeispiel: Nehmen wir mal an, ihr kauft euch einen Ebook-Reader für ca.100 - 150 €...
Je nachdem, welche Bücher ihr lest, beträgt die Ersparnis gegenüber einem Taschenbuch zwischen 50% und 0%. (Ja, ja, teilweise sind die Ebooks genauso teuer wie die Taschenbücher. Die Preise werden auch hier vom Verlag festgelegt.) Wir nehmen also eine durchschnittliche Einsparung von 25%. Bei einem Durchschnittspreis von 10 € pro Buch, wäre die Ersparnis also 2,50 €.
Nach etwa 60 Büchern wäre der Anschaffungspreis für das Ebook also wieder reingeholt. Wer durchschnittlich zwei Bücher pro Woche liest, für den hätte sich die Anschaffung nach ca. 5 bis 8 Monaten schon gelohnt. Meist geht es noch schneller.
Ich empfehle euch, einfach mal die Preise eurer Lieblingsbücher zu vergleichen. Was kostet das Taschenbuch? Was kostet das Ebook? Auf diese Weise bekommt ihr schnell ein Gefühl dafür, wie groß das Einsparpotential bei euch wäre.
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Gebrauchte Bücher kaufen und verkaufen
Bei der ganzen Rechnerei solltet ihr außerdem noch noch euer persönliches Einkaufs- und Verkaufs-Verhalten berücksichtigen. Kauft ihr gerne gebrauchte Bücher im Second-Hand-Handel? Verkauft ihr eure Bücher nach dem Lesen wieder? Wenn ja, solltet ihr berücksichtigen, dass es bei einem Ebook leider nicht möglich – ja sogar verboten ist – dieses weiterzuverkaufen.Kinderbücher, Bildbände, etc.
Es gibt einfach Bücher, die gehören meiner Meinung nach auf Papier gedruckt. Dazu zähle ich Kinderbücher, Bildbände und ähnliches. Klar haben einige Ebook-Reader mittlerweile einen farbenfrohen Bildschirm und können Bilder in hoher Qualität darstellen, aber ich fände es äußerst befremdlich, mit meinen Kindern abends im Bett zu sitzen und eine elektronische Gute-Nacht-Geschichte vom Bildschirm abzulesen. Ich finde, gerade für Kinder ist die Beschäftigung mit „echten“ Büchern enorm wichtig, was einer der Gründe ist, warum meine Kinder mittlerweile mehr Bücher haben als ich ;-).Auch mit einem schönen großen Bildband kann ein Ebook-Reader natürlich nicht mithalten.
Platzprobleme

So seid ihr im im Urlaub bei leichtem Gepäck bestens versorgt. Aber auch für die, die viel unterwegs sind und evtl. zwischendurch auch noch fürs Studium lernen müssen, bietet ein Ebook-Reader allerhand Vorteile. Einen Großteil der Fachbücher gibt es mittlerweile auch im Ebook-Format, so dass ihr hier eure Fachliteratur immer dabei haben könnt.
Verfügbarkeit
Egal ob am Sonntag, mitten in der Nacht oder im Spanien-Urlaub. Wer neuen Lesestoff benötigt bekommt diesen in Sekundenschnelle auf seinen Ebook-Reader geliefert. Dazu braucht ihr lediglich eine Internetverbindung und die ist ja mittlerweile auch in ausländischen Urlaubsorten fast überall verfügbar.Weitere Vorteile
Ein ganz großer Vorteil von Ebooks ist die individuell einstellbare Schriftgröße des Ebooks. So können auch ältere, technik-affine Menschen in den Genuss von Lesestoff kommen, der ihnen vielleicht sonst anhand der zu kleinen Schrift verwehrt geblieben wäre.Auch Markierungen, Lesezeichen und Notizen kann man mit dem Ebook-Reader direkt im Buch hinterlegen und auch spurenlos wieder entfernen.
Die meisten Ebook-Reader haben außerdem ein beleuchtetes Display, dass heißt, ihr könnt auch im Dunkeln problemlos lesen. Dabei ist die Helligkeit meist individuell einstellbar.
Nachteile

An erster Stelle stehen hier natürlich die Abhängigkeit von Strom und Internet. Leerer Akku = Null Lesespaß. Hier kann ein externer Akku (Power-Bank) wirklich sehr hilfreich sein. Außerdem benötigt ihr eine Internet- (Wlan-) Verbindung, um neue Bücher runterzuladen. Wer also zum Beispiel eine längere Autofahrt als Beifahrer vor sich hat, sollte möglichst vorsorgen und sich zuhause genügend Lesestoff runterladen.
Ist euch schonmal ein Buch runtergefallen? Mir schon! Es hatte eine geknickte Ecke, den Sturz aber ansonsten gut überlebt. Bei einem Ebook-Reader hat man unter Umständen nicht so viel Glück. Ist das Display im Eimer, wars das erstmal mit der Lesefreude. Ein Ebook-Reader mag es auch gar nicht, wenn man sich auf ihn setzt oder kniet. Hier empfehle ich euch wärmstens eine entsprechende Schutzhülle, die es schon für kleines Geld zu haben gibt.
Last but not least möchte ich erwähnen, dass es wirklich schwer ist, ein Ebook zu verschenken. Oder habt ihr schonmal versucht, ein Ebook als Geschenk zu verpacken? Schwierig! Wer also einen Bücherwurm eine Freude machen möchte, muss wohl oder übel auf ein echtes Buch zurückgreifen oder einen Gutschein für ein Ebook verschenken, wobei man hier auch erstmal wissen muss, welchen Reader der Geschenkempfänger hat und in welchen Online-Buchhandlungen er für gewöhnlich einkauft.
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Buch oder Ebook?
Für was ihr euch letztendlich entscheidet, bleibt natürlich euch überlassen. Ich bin mit meinem Kindle glücklich und zufrieden, habe meine Büchersammlung auf ein Minimum reduziert und kaufe kaum noch Bücher im Papierformat. Ein anderer mag das vielleicht anders sehen.Wichtig ist: Lasst euch nicht reinreden und euch nichts aufdrängeln! Wägt die Vor- und Nachteile für euch ab und entscheidet dann. Die Entscheidung ist ja auch keine Entweder-Oder-Entscheidung. Ich kenne viele, die sowohl einen Ebook-Reader als auch ein volles Bücheregal haben und damit total Happy sind.
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